Für viele Fotografen und Mediengestalter ist die Softwarepalette der US-amerikanischen Firma Adobe unumgänglich. Adobe Photoshop und Lightroom sind quasi Branchenstandards in der Fotografie und Mediengestaltung. Adobe Premiere Pro und After Effects erleichtern Filmproduzenten das Leben. Doch allen gemein ist, dass sie viel Geld kosten. Adobe Photoshop Lightroom kostet in der Vollversion auf Amazon beispielsweise 112 €. Adobe Photoshop CC 2015.5 kostete früher weit über 500 € in einer Volllizenz. Mit der Creative Cloud und speziell dem Fotografen-Abonnement hat Adobe vielen Personen den Einstieg in die eigene Software besonders leichtgemacht.

Doch muss es immer die teure Profisoftware sein? Die Antwort ist eindeutig nein. In den meisten Fällen reicht ein simpler RAW-Konverter und eine kostenlose Bildmanipulationssoftware vollkommen aus. Beispielsweise bietet RAW Therapee eine breite Masse an Nachbearbeitungsmöglichkeiten für Belichtung, Farbgestaltung, Rauschen und vieles mehr an. Als Lightroom-Alternative böte sich Lightzone an, welches zwar in Punkto Funktionsvielfalt mit der Profisoftware nicht mithalten kann, aber für den Amateur durchaus ausreichend ist.

RAW Therapee
RAW Therapee

Für die simple Bildverkleinerung braucht man ebenfalls keine große Software-Suite; hier genügen sehr kleine Tools wie beispielsweise der Fast Image Resizer an.

Nun hat Adobe es allerdings geschafft, dass viele Menschen sich Photoshop und die weiteren Produkte illegal über Softwarepiraterie angeeignet haben und sich somit an die Bedienung und den Komfort den eine Softwaresuite aus einer Hand bietet so sehr gewöhnt, dass die Nutzung anderer Software so gut wie gar nicht in Frage kommt. Speziell für Fotografen gibt es daher ein kleines Abonnement für ca. 12 € im Monat, welches die Nutzung von Lightroom und Photoshop in einer Ein-Platz-Lizenz enthält. Zugang zu den TypeKit-Schriftarten und Creative-Cloud-Speicherplatz inklusive. Zudem kann man so die mobilen Apps für iOS in Anspruch nehmen.

Auch die Kamerahersteller selber bieten mächtige Bildbearbeitungs- und RAW-Entwicklungswerkzeuge an. Nikon beispielsweise hat mit der eigenen Software Nikon Capture NX-D eine sehr gute Software für die Bearbeitung der eigenen NEF-Dateien. Canon-Nutzer können auf Canon DPP setzen. Wer eine Kamera aus dem Hause Sigma sein Eigen nennen kann, muss leider auf die eigene Software Sigma Photo Pro setzen, um die komplizierten RAW-Dateien aus den Kameras entwickeln zu können.

Lightroom Mobile iOS RAWMittlerweile können auch viele Smartphones wie die Lumia-Serie, das Apple iPhone ab dem iPhone 6S und weitere Android-Geräte Aufnahmen im Adobe DNG-Format erstellen. Für diese gibt es speziell auf Smartphones zugeschnittene RAW-Konverter-Apps, sodass hierbei auch nicht auf große PC-Software zurückgegriffen werden muss.