Die Frequenztrennung hat sich in der Beautyretusche in den letzten Jahren immer mehr bewährt, ermöglicht sie doch die Retusche von Hautpartien ohne Details zu verlieren. Im Vergleich zu anderen Methoden ist es so unterweniger Zeiteinsatz möglich, effektiver die Arbeit zu verrichten. Genutzt werden hierbei die beiden Filter „Hochpassfilter“ und der Gaußsche Weichzeichner um die Details von den Farbinformationen zu trennen.

Dafür wird im Bildbearbeitungsprogramm der Wahl die Grundebene zweimal dupliziert. Die untere Ebene, nennen wir sie in diesem Fall einfach mal „Farbinformationen“, wird mit dem Gaußschen Weichzeichner bei einem Radius behandelt, bei dem alle Strukturinformationen verschwunden sind, in unserem Falle 12 Pixel. Vorher jedoch muss die Ebene im Kontrast mittels des alten Algorithmus‘ reduziert werden. Die obere Ebene, in unserem Fall „Details“, wird mit dem Hochpassfilter mit dem selben Radius wie vorher festgelegt (bei uns 12px) verrechnet.. Den Ebenenmodus setzen wir auf „Lineares Licht“.

Die Arbeitsschritte nochmal im Ablauf:

  • Grundbildebene 2x duplizieren
  • Untere Ebene mit Gaußschen Weichzeichner bei Radius behandeln, bei dem keine Struktur mehr sichtbar ist
  • Obere Ebene: Kontrast mit „Früherem Wert“ um -50 reduzieren
  • Obere Ebene: Hochpassfilter mit selben Radius wie untere Ebene anwenden, Ebenenmodus auf „Lineares Licht“
  • Wenn Endergebnis Deckungsgleich mit Ursprungsbild ist, dann auf neuer Ebene zwischen Farb- und Detailebene mit Pinsel arbeiten

Nun können wir auf einer transparenten Zwischenebene mit einem normalen Pinsel und Farben unserer Wahl beliebig herummalen, sodass zwar die Farbinformationen des Bildes sich verändern, aber die Details und Struktur nicht. Somit ist es uns angenehm möglich beispielsweise Augenringe aufzuhellen, Augenfarben zu verändern (siehe Artikelfoto) oder aber auch rote Nasen im Winter abzuschwächen.

Wer Affinty Photo sein Eigen nennt, der hat es mit der Frequenztrennung ziemlich einfach. Die Entwickler der Software haben nämlich gleich einen passenden Filter in die Software integriert, der obige Schritte von selbst macht. Das ist vor allem praktisch, da man händisch in Affinty Photo nur sehr schwer das selbe Ergebnis wie in Photoshop hinbekommt.

Einmal beherrscht vereinfacht die Frequenztrennung die Beautyretusche ungemein. Wichtig ist lediglich, dass sich das Ursprungsbild und das Bild nach der Frequenztrennung nicht unterscheiden. Unterscheiden sie sich doch, ist irgendwo bei der Erstellung der beiden Ebenen ein Fehler unterlaufen. Gerne vergisst man beispielsweise den Kontrast abzusenken.