Eingestellt bevor sie sich überhaupt beweisen konnte: Neben den Jahresabschluss- und Quartalszahlen gibt der japanische Kamerahersteller Nikon bekannt, dass die letztes Jahr angekündigte und mehrmals verschobene Kompaktkameraserie DL mit 1-Zoll großen Kamerasensoren nun doch nicht auf den Markt kommen werden. Grund dafür sind die zu großen Entwicklungskosten angesichts eines stark schrumpfenden Kompaktkameramarktes (Siehe: Smartphones verdrängen Kompaktkameras).

Die äußerst kompaktem Kameras sollten vor allem durch hochklassige Einstellungsmöglichkeiten, einer durchdachten Bedienung, sehr guter Optiken mit hochwertiger Vergütung (Nano Crystal Coating) sowie einen großen 1-Zoll Sensor bei den Nutzern punkten. Sie wären in Konkurrenz mit Sonys RX 100 Serie getreten.

Neben der Einstellung der Linie gab Nikon unter anderem auch bekannt, dass das in diesem Jahr 100 Jahre alt werdende Unternehmen einen Quartalsverlust von umgerechnet 153 Millionen Euro hinnehmen musste. Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozentpunkte zurück. Dass dies, gerade zum hundertjährigen Jubiläum keine Glanzzahlen sind, weiß auch der Kamerahersteller. So hat das Unternehmen bereits im letzten Jahr große Umstrukturierungsmaßnahmen angekündigt, denen auch etwa 1.100 Arbeitsplätze zum Opfer gefallen sind.